Mentales Training, was ist das ?

Die Idee des Mentalen Trainings kommt aus dem Sport. Sie beruht auf lernpsychologischen Erkenntnissen und bedeutet vereinfacht nichts anderes als "Üben im Kopf". Diese Lernmethode wird schon seit vielen Jahren im Sport sehr erfolgreich praktiziert. Der Einfluß des Mentalen Trainings auf die sportliche Leistung wurde 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles eingehend untersucht. Dabei kam es zu folgenden Erkenntnissen:

  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit vor und während des Wettkampfes
  • leistungssteigernden Umgang mit Lampenfieber bzw. Aufregung
  • Absicherung von schwierigen Stellen in der Wettkampfdisziplin


Kann man sportpsychologische Erkenntnisse auf die Musik übertragen ?

Was die Anforderungen betrifft sind die Ähnlichkeiten zwischen Sport und Musik offensichtlich. In beiden Bereichen müssen Höchstleistungen in Konzentration und Feinmotorik erbracht werden und das teilweise unter extremen Streßbedingungen. Sportler sind auf diesen Gebieten sehr gut ausgebildet, besonders im Umgang mit Lampenfieber und im Absichern von komplizierten Bewegungsabläufen.

Weiterhin sind sich Sportler über den Einfluß des Körperbewusstseins auf die Leistungsfähigkeit bewußt. Sie wissen: Nur wenn der ganze Körper in Ordnung ist, von der Aufrichtung, der Beweglichkeit, dem inneren Schwung und von der Flexibilität funktioniert auch die Feinmotorik. Musiker schauen meist nur auf Finger oder Mund und wissen nicht, daß feinmotorische Fähigkeiten und somit auch der Klang mit Haltung, Kiefer, Schulter und somit Beinen zu tun hat. All diese Aspekte kommen in der musikalischen Ausbildung oft zu kurz.